| Spielplan
2008 . Und
ewig rauschen die Gelder
Farce von Micheal Cooney in zwei Akten
Im
Feber 2008 heißt es wieder theater4you,
wenn die Spielgemeinschaft Pusarnitz
unter der Regie von Erika Brandstätter eine Theaterstück inszeniert.
Ein ökonomischer
Grundsatz wird vom arbeitslosen Mr. Eric Swan bis an die Grenzen des
moralisch möglichen ausgelotet. Ein Wechselspiel zwischen staatlichem
Angebot und sozialer Nachfrage finanziert das familiäre Budget
der Familie Swan. Ein Dominoeffekt löst eine Lawine irrwitziger
Verwechslungen aus. Getrieben vom sportlichen Ehrgeiz, verheimlicht
Eric seiner Ehefrau Linda seine Kündigung bei den Stadtwerken und
manövriert seinen Untermieter Norman Bassett in eine raue See,
aus der es kein entrinnen mehr zu geben scheint.
Eric Swan ist
also das, was böse Zungen einen „Sozialschmarotzer“
nennen. Geschickt nutzt Eric Swan die Lücken im System, erfindet
reihenweise Kranke, Geschwächte, von der Gesellschaft Ausgestoßene
wie arbeitslose Holzfäller mit vielen Kindern, taubstumme Klavierstimmer,
oder gichtgeplagte Männer, die dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur
Verfügung stehen.
Bald regnet es
Geld. Eric Swan kann sich kaum retten vor der Fürsorge des Sozialstaats.
Ausgerechnet als er dem Treiben ein Ende setzen will, stürzt der
Sozialprüfer Mr. Jenkins sein sorgsam aufgebautes Sozialhilfe-Imperium
ins Chaos. Dummerweise hat Eric Swan auch noch seinen echten Untermieter
Norman für tot erklärt, der schließlich seinem Vermieter
mal als Toter, mal als taubstummer Sohn oder sogar als Ehefrau aus allen
möglichen Verlegenheiten helfen muss. Wohl kaum ein
Sozialhilfeempfänger wird derart zuvorkommend und freundlich behandelt
wie Eric und Norman, wohl kaum ein Sozialprüfer ist derart blauäugig
und nachsichtig wie dieser Mr. Jenkins und die vielen anderen staatlichen
Helfer, die sich in Eric Swans trautem Heim bald die Klinke in die Hand
drücken. Das Tohuwabohu perfekt macht Linda Swan als bemitleidenswerte
Gattin. Sie hält ihren Mann nach dubiosen Kleidungsfunden für
einen Transvestiten und schleppt noch einen weiteren staatlichen Helfer
in die Wohnung. Cooney nutzt
den Stoff schlicht für eine rasante Verwechslungskomödie,
in der selbst die Protagonisten bald den Überblick verlieren, aber
wie durch ein Wunder stets gerettet werden. Nur im zweiten Teil geht
der Schalk bisweilen durch mit Erika Brandstätter und seinem Team:
Da werden Türen geschlagen, flieht Onkel George, als vermeintlich
Toter mit der Bahre im Rücken vor seinen Bestattern, kämpft
Mr. Jenkins mit einer maroden und angriffslustigen Waschmaschine, und,
und, und
Spieltermine: 23.02.2008, 2000║24.02.2008,
1430║29.02.2008, 2000║ 01.03.2008, 2000║ 08.03.2008, 2000║Zusatztermin:
07.03.2008, 2000║ Eintritt:
€ 7,-- Kultursaal
Pusarnitz Platzreservierungen
bei Familie Schaller-Fercher unter Tel. oder Fax 04769/4141 |
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